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Im Lokschuppen des BW Hamburg-Wilhelmsburg gab es Bestrebungen
ein Eisenbahnmuseum in Hamburg aufzubauen.
Ein Brand zerstörte leider einen Großteil des Lokschuppens und die beteiligten
Eisenbahnvereine zogen ihre vereinseigenen Fahrzeuge zu anderen Standorten ab.
Wie man weiter unten lesen kann, konnten die übrigen Fahrzeuge
vor einer eventuellen Verschrottung gerettet werden.

Oben ein Bild vom Juli 1991, unten ein Bild nach dem Brand im Oktober 1994,
zur Verfügung gestellt von Benno Wiesmüller.

 

Aus der Geschichte der Freunde der historischen Hafenbahn e. V

2003
Nach dem Brand am Museumslokschuppen am 15.10.1994 in Hamburg-Wilhelmsburg wurden die übrigen Lokomotiven und Waggons an die Stiftung Hamburg Maritim übergeben und zunächst auf den Gleisen des Rangierbahnhofs Hamburg-Süd abgestellt.

 

2004
Im Juni wird der private Gleisanschluss EA 185 der Stiftung Hamburg Maritim durch Strom- und Hafenbau (Hafenbahn) genehmigt.

Im Juli werden vier Loks und vierzehn Waggons zum heutigen Standort bei den 50er Schuppen (Bremer Kai am Hansahafen) verschoben und bildeten damit den Ausgangsbestand für den Verein. Dabei handelt es sich um 2 Dampfspeicherlokomotiven und 1 Dampflokomotive (alle nicht betriebsfähig) sowie um eine betriebsfähige Kleindiesellokomotive, 10 hafenbahntypische Fahrzeuge, 3 Großraumgüterwagen und einen 3-achsigen Personenumbauwagen.

Im September wird der Verein „Freunde der historischen Hafenbahn e.V." auf Initiative der Stiftung Hamburg Maritim gegründet. Loks und Waggons wurden im Zuge der Gründung vom Verein zu Wartung, Betrieb und Unterhaltung übernommen. Sie befinden sich in einem stark renovierungsbedürftigen Zustand und werden seitdem von „Jugend in Arbeit“ (JiA) und den Mitgliedern des Vereins (FhH e.V.) aufgearbeitet.

Im Dezember beginnen die Vorbereitungen für die Komplett-Restaurierung am „Oppeln“ als erstem Fahrzeug. Die Durchführung erfolgte 2005.

 

2005
Im Januar erfolgte die Abnahme des Anschlussgleises durch die Landeseisenbahnaufsicht. Die Zustimmung zur Inbetriebnahme wurde erteilt.

Im Juli wird das Planum für die Verlängerung des Gleises 2 in Eigenleistung hergestellt. Wegen grundbautechnischer Probleme muss dieses Projekt bis auf Weiteres aufgegeben werden.

 

2006
Im Frühjahr werden Grundlagen für den vorgesehenen Gleisbau erarbeitet. (Vermessung, Planung, Material-beschaffung, Unterlagen für die Bauanträge)

Im Juni wird der Transport von Gleisjochen und Schotter von der Dalmannstraße zum Bremer Kai durchgeführt.

Im August beschriften wir den Kesselwagen für unseren neu gewonnenen Sponsor „STERAC“.

 

2007
Im Mai wird der Radius des Einfahrtbogens zum Anschlussgleis auf durchgehend 120 Meter durch die Hamburger Hafenbahn korrigiert.
Der Antrag auf Erweiterung des Gleisanschlusses am Bremer Kai (Bau und Betrieb) wird durch die Landeseisenbahnaufsicht genehmigt (1. Baustufe).
Die Kleindiesellok 221 erhält nach Aufarbeitung und Hauptuntersuchung ihre Zulassung.
Der Verein erhält von der Hamburger Hafenbahn einen Transport-Rollwagen mit der Nr. 154 sowie zwei historische Prellböcke.

Im Juni erfolgt der Transport einer Weiche auf der Schiene von Aumühle zum Bremer Kai.

Im Juli bekommt der Verein eine Draisine als Leihgabe, die von „Jugend in Arbeit“ aufgearbeitet wird und für Besucherfahrten zur Verfügung steht.

Im November löst das Sturmtief „Tilo“ ein Hochwasser von 5,51 m üNN mit Überflutung der Gleise am Bremer Kai aus.

Im Dezember wird mit dem Einbau der Weichen und der Gleisjoche begonnen.

 

2008
Im Januar Fortsetzung der Gleisbauarbeiten aus Dezember 2007, damit wird die historische Kranbahnkreuzung wieder hergestellt.

Im Mai erhält der Verein den Triebwagen VT 4.42 und den K-Wagen von der Hafenbahn.

Im Juni wurde der Kai-Handkran mittels Tieflader auf der Strasse vom Schönberger Strand zum jetzigen Standort bei den 50er Schuppen verbracht und bildet dort mit dem Transport-Rollwagen zusammen eine Einheit.

Im September führt der Verein ein Höhennivellement über alle ihm zur Verfügung stehenden Gleisanlagen durch.

 

2009
Im Februar wird das Gleis unterhalb der Kräne im Bereich des Überweges zum neuen Anleger von der Weiche um 25 Meter nach Süd-Osten verlängert.

Im April erhält der Verein von der Hafenbahn 110 lfdm Gleisjoche, die per Bahn angeliefert werden.

Im Juni erteilt die Landeseisenbahnaufsicht die offizielle Genehmigung zum Befahren des Anschlussgleises (1. Baustufe).

Im September erfolgt die Verlängerung des Gleises unterhalb der Kräne um ca. 130 m nach Norden. Gleichzeitig kommen von der Hafenbahn weitere 180 lfdm Gleise, die wiederum per Bahn angeliefert werden.
Die 2. Baustufe der Gleisanlagen nach Süden wird bei der Landeseisenbahnaufsicht beantragt.

 

2010
Im April werden der Ausstellungswagen (Dreiachser) und der Aufenthaltswagen (Fresskiste) mit Hilfe eines Autokranes auf vorbereitete Gleisjoche umgesetzt und die Ausstellung eröffnet.

Im Mai beginnen die Restaurierungsarbeiten mit Hilfe von Jugend in Arbeit am Triebwagen VT 4.42

Im Juni erhält der historische Kaikran wieder eine neue Kette anstelle seines Kranseils.

Im Juli wird die Baugenehmigung zum Bau des 2. Bauabschnittes der Gleisanlagen nach Süden erteilt.

Im September werden 125 lfdm Gleise parallel zu den Kaianlagen nach Süden bis zur Bleichen verlegt.

Im Oktober beginnen die äußeren Aufarbeitungsarbeiten an der Dampfspeicherlokomotive "Sanella" durch Jugend in Arbeit.
Ein zweites Höhennivellement zur Überprüfung alter und neuer Gleisanlagen wird durchgeführt.

 

2011
Im März wird die im Winter fertiggestellte Bildergalerie am Umbauwagen befestigt.
Beginn der Aufarbeitung des Kranwagens Mainz: Entrosten und Voranstrich.

Im April wird der Vor- und Hauptanstrich vom Wagen 116 (Baubüro) vollendet.

Im Mai ist die äußere Aufarbeitung der Dampfspeicherlok "Sanella" durch Jugend in Arbeit abgeschlossen.

Im Juni wird der Flachdachgüterwagen G10 in einem sehr schlechten Allgemeinzustand vom Verein Verkehrsamateure und Museumsbahnen (VVM) am Schönberger Strand über die Straße auf einem Tieflader an den Bremer Kai überstellt und an die Stiftung Hamburg Maritim (SHM) übergeben.

Im Juli werden der offene Güterwagen Omm 35 (auch in einem schlechten Zustand) und der Kesselwagen Nr. 2 (Wg.-Nr. 502765 mit Bremserhaus) über die Schiene vom Verein VVM am Schönberger Strand zum Bremer Kai überstellt und an die Stiftung Hamburg Maritim (SHM) übergeben.

Im August erfolgt eine Bereisung (Begehung) unserer Gleisanlagen durch die technische Landeseisenbahnaufsicht (TLEA). Die Auflagen daraus werden schrittweise erfüllt

Im September erfolgt die Überstellung des ausgemusterten Schüttgutwagens Ed Nr.81 von der Hamburger Hafenbahn zum Bremer Kai und wird der Stiftung Hamburg Maritim (SHM) übereignet.
Die äußeren Restaurierungsarbeiten am Triebwagen VT 4.42 werden durch Jugend in Arbeit abgeschlossen.

Im Oktober wird die erste Aufarbeitungsphase, das Entrosten und der Voranstrich am Kran Mainz, abgeschlossen.

 

2012
Im April wurde die Dampfspeicherlok „HOBUM“ vom Veddeler Damm in die Arbeitshalle zur äußeren Aufarbeitung rangiert und die „Sanella“ am Veddeler Damm als Blickfang aufgestellt.

Im Mai begann die Aufarbeitung des Omm 35.
Sowohl die „HOBUM“ (äußerlich) als auch der Omm 35 wurden im Laufe des Jahres im wesentlichen von den Mitarbeitern der Bürgerarbeit erstklassig in den historischen Originalzustand versetzt.
Die Dampfspeicherlok „Tiefstack“ wurde von der Stiftung Hamburg Maritim (SHM) an das Museum der Arbeit in Hamburg übergeben und vom Bremer Kai abtransportiert (Sie steht seit Dezember aufgearbeitet auf dem Kreisel Wiesendamm / Fuhlsbüttler Straße).

Im September wurde das Oberlicht an der „Fresskiste“ aufgearbeitet.

Im November konnte die Stiftung Hamburg Maritim (SHM) für die Fortsetzung der Wiederherstellung der früheren Gleisanlagen am Bremer Kai zwei rechte Weichen und eine größere Anzahl von Gleisjochen aus Abräumarbeiten von Flächen für die neue Hafencity gewinnen.

 

2013
Im April wird nach Restarbeiten die Aufarbeitung des Omm 35 durch die Mitarbeiter der Bürgerarbeit abgeschlossen.

Im Juni erfolgt die Beschriftung des Omm 35 durch die Vereinsmitglieder.
Des weiteren beginnen die Vorarbeiten für den Neuanstrich der Fresskiste auf der Wasserseite.
Vor Fristablauf erfolgt die technische Abnahme der Kleindiesellok 221. Die Betriebsgenehmigung wird um ein weiteres Jahr verlängert.

Im August beginnt die Aufarbeitung des G10 durch die Mitarbeiter der Bürgerarbeit.
Der Schlussanstrich der Fresskiste an der Wasser- sowie an einer Stirnseite erfolgt.

Am 6. Dezember erleidet der Bremer Kai mit 6,09 m üNN die zweithöchste Sturmflut in seiner über 100 jährigen Geschichte. Die Eisenbahnwagen stehen bis zu den Fußböden im Wasser, erleiden jedoch keinen Schaden. Nur die Radlager müssen entwässert und mit neuem Öl gefüllt werden. 1976 stand das Wasser mit 6,45 m üNN noch höher, da wären größere Schäden nicht ausgeblieben.

 

2014
Im März wurden alle Gleitlager entwässert und mit Öl aufgefüllt.
Des weiteren wurde die Galerie der Fahrzeuge am Ausstellungswagen komplett erneuert.

Am 12. April haben wir mit einem kleinen Programm an der Langen Nacht der Museen teilgenommen.

Am 27.Mai wurde die Unkrautbeseitigung auf unseren Gleisen professionell durch die Firma Tölner durchgeführt.

Im Juni wurde die HU-Frist für die Lok 221 ein letztes Mal bis Mitte Dezember verlängert.
Die Batterien der Lok wurden erneuert.

Am 5. Juli war eine Vorführung zum historischen Hafenumschlag mit Containern am Bremer Kai.

Am 13. September fand Hafenstückgutumschlag mit historischen LKW und der Bleichen statt, anschließend feierten wir unser 10- jähriges Vereinsjubiläum mit Bewirtung, Einlagen und Live-Band.

Vom 19. bis 21. September führte die Vereinsreise zum 01er-Treffen nach Neuenmarkt.

Am 16. Dezember lief die Zulassung der Lok 221 ab.

 

2015
Im Januar wurde in einem Akt von Vandalismus eine Seite des VT 4.42 großflächig mit Grafitti besprüht, das in mühseliger Arbeit weitgehend beseitigt werden konnte.

Im Februar brachte das ZDF in der Drehscheibe einen kurzen Bericht über uns.

Ab März wurde das Bremserhaus des Kesselwagens 2 komplett erneuert und im Oktober fertig gestellt.

Ab April läuft der Einbau der Weiche 3 und des Gleisstummels und wird im Juni fertig gestellt.

Im Mai wurden die Lok 221 und der Schienenbus VT 4.42 zur HPA-Werkstatt zur Begutachtung und Erstellung von Kostenanschlägen für die Hauptuntersuchung bzw. fahrfertige Aufarbeitung im Schlepp überführt.
Im Juni wurde die Unkrautbeseitigung im Gleisbereich wieder durch die Firma Tölner ausgeführt.

Im Oktober wurde der vollständige historisch korrekte Neuaufbau des G10 durch Mitarbeiter der Stiftung Hamburg Maritim erfolgreich abgeschlossen. Die Anschriften fehlen noch.

Vom 30.10. - bis 1.11. führte die diesjährige Vereinsreise ins Ruhrgebiet. (Besichtigung des Eisenbahn-Museums Bochum-Dahlhausen und Dampfzug-Rundfahrt mit Zeche Zollverein).

Im Dezember wurde von SHM und HPA entschieden, dass der Schienenbus VT 4.42 bis zum 150-jährigen Jubiläum der Hafenbahn im August 2016 wieder fahrtüchtig aufgearbeitet werden soll.

Im Dezember wurde auch der Auftrag für die HU der Lok 221 an Northrail vergeben.